Gedanke 3              >>>  

Komplexes Denken …

Meine Auseinandersetzung mit diesem Thema habe ich bewußt als Gedanke 3 formuliert und sie dem Gedanken 1 und dem Gedanken 2 nachgeordnet.


Das Thema Bildung, vor allem in der Zukunft, ist für mich von höchster Priorität und das Thema Digitalisierung ist der Problemkreis, den wir, von heute beginnend, in seinen gesamtem Dimension verstehen, steuern, also managen müssen.


Die dem Begriff Komplexes Denken inhärenten Teile wie


  • Kritisches Denken, verstanden als objektive Analyse der Tatsachen, um sich ein Urteil zu bilden.
  • Analytisches Denken als Fähigkeit, komplexe und unkomplizierte Probleme zu visualisieren, zu artikulieren, zu konzeptualisieren oder zu lösen
  • Konstruktives Denken wurde als Möglichkeit der Unterscheidung der beiden verschiedenen Arten der Intelligenz entwickelt. Einmal die Intelligenz zur Lösung abstrakter Probleme und zum anderen die Intelligenz zur Lösung praktischer Alltagsfragen.


will ich in meinen Gedanken nur erwähnt haben, um sicher zu gehen, dass ich Begriffe, die zwar alle im gleichen Problemkreis zu finden sind, zumindest nach wesentlichen Merkmalen unterschieden habe.


Der 1921 geborene Edgar Morin, ein französischer Philosoph, mit Vorfahren sephardischer Juden aus Thessaloniki, hat als erster den Begriff Komplexes Denken geprägt und definiert.


Die UNESCO hat im Oktober 1999 diese Schrift veröffentlicht, jedoch gleich an den Anfang gesetzt:  Les idées et opinions exprimées dans cet ouvrage sont celles de l’auteur et ne reflètent pas nécessairement les vues de l’UNESCO.


Oder frei übersetzt: wir finden es prima, aber es ist nicht unsere Auffassung.


In der Übersetzung seines 2000 erschienenen Werkes   Les sept savoirs nécessaires à l’éducation du futur - Die sieben Fundamente des Wissens für eine Erziehung der Zukunft finden sich eine Vielzahl nachdenkenswerter, realisierbarer Aspekte, die im Gedankengut der Bildungsoffensive Digitalisierung wohl Pate standen.


  • Systemisches oder komplexes Denken bezeichnet die Fähigkeit, alle Beteiligten, Handlungen, Objekte im Rahmen eines komplexen Systems zu sehen, dessen verschiedenartige, unabhängige, miteinander verknüpfte Variablen zu erkennen, zu verstehen und die vorhandene Eigendynamik derselben in ihren gegenseitigen Abhängigkeiten und Auswirkungen zu berücksichtigen.